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Gymnasium Wendelstein

In der Gibitzen 29 • 90530 Wendelstein • 09171 81 88 00

Der Schulgarten

im Frühling

Nachdem im letzten Herbst erstmal das wieder herrichten des Schulgartens im Vordergrund stand, konnte das Schulgartenteam jetzt im Mai mit der Neubepflanzung starten.

Natürlich mussten die Beete zuerst gehackt werden, Unkräuter wie Ackerwinde und Quecke samt ihrer Wurzeln aus den Hochbeeten und Beeten entfernt werden.

Als diese mühsame Arbeit getan war, konnten die Schüler aber dann frisch ans Werk gehen.

Die Klasse 6b pflanzte und säte über 30 verschiedene, größtenteils winterharte und mehrjährige Kräuter und Heilpflanzen in die neu angelegten Kräuterbeete.

Durch diese große Vielfalt durfte eine ordentliche Beschriftung natürlich nicht fehlen. In unserem Garten finden sich jetzt: Colakraut, Salbei, Pfefferminze, Pimpinelle, Meerrettich, Melisse, Topinambur, Bergbohnenkraut, Basilikum, verschiedene Thymianarten, Majoran, Oregano, Englische Minze, Liebstöckel, Currykraut, Rosmarin, Scharfer Oregano, Olivenkraut, Blutsauerampfer, Wermut, Baldrian, Mangold, Dill, Schnittlauch, Glatte und Krause Petersilie, Estragon, Schnittknoblauch, Winterheckenzwiebeln, Waldmeister, Berglauch, Kantenlauch und mittelblättriger Schnittlauch.

Die Klasse 5b beschäftigte sich im naturwissenschaftlichen Arbeiten mit der Kartoffel und legte in diesem Zug neun verschiedene Kartoffelsorten. Die Sorten reichen von interessant geformten Sorten, wie dem Bamberger Hörnchen, über rot gefleckte, bis hin zu tiefblauen Sorten. So konnten die Schüler in die faszinierende Welt der Sortenvielfalt eintauchen.

Die Schulgarten-AG bepflanzte anschließend ihre Hochbeete mit Tomaten, Gurken, Paprika, Kohlrabi, Rote Beete, Blaukraut, Spitzkohl, Auberginen und weiteren Gemüsesorten. Außerdem wurden Karotten und Radieschen gesät. Die noch freien Beete wurden mit den restlichen Pflanzen bepflanzt. Schon im Herbst wurden zwei Beete mit Erdbeeren und Wintersteckzwiebeln bepflanzt. Diese haben sich schon prächtig entwickelt und lassen auf eine gute Ernte hoffen.

Unser Naschgarten, zu dem neben den Erdbeeren auch Johannisbeeren, Stachelbeeren, Brombeeren und Himbeeren gehören, wurde um eine Weintraube ergänzt. Für diese wird in den nächsten Wochen noch das Spalier erweitert. Außerdem kamen bereits im Herbst Mini-Kiwis hinzu, die bereits ausgetrieben haben und auf lange Sicht den Wassertank umranken sollen.

Im letzten noch freien Beet wurde zum Abschluss noch ein sogenanntes Inkabeet angelegt. Dort werden in Mischkultur Stangenbohnen, Mais und Kürbisse angebaut. Diese, aus Südamerika stammende, traditionelle Form der Mischkultur wird auch Indianerbeet, Aztekenbeet oder Milpa genannt. Die Kombination von Mais, Kürbis und Bohnen wird als „Die drei Schwestern“ bezeichnet. Der Mais soll als Rankhilfe für die Bohnen dienen. Die Bohnen als Leguminosen sollen wiederum Stickstoff an Mais und Kürbis liefern. Das Blattwerk des Kürbis soll den Boden bedecken, ihn so von Beikraut frei halten, beschatten, vor Erosion schützen und feucht halten. Bohnen und Mais wurden bereits gesteckt und gepflanzt. Die Kürbisse befinden sich gerade noch im Schulhaus beim Vorziehen und werden dann im laufe der nächsten Tage im Inkabeet ergänzt.

Jetzt geht es ans Gießen und Pflegen unserer Pflänzchen, damit hoffentlich bald eine reiche Ernte folgen kann.

Johanna Brandl

 

Der Schulgarten erwacht aus seinem Dornröschenschlaf

und geht in den Winterschlaf

Nachdem im letzten Jahr nicht nur Gras, sondern jede Menge Unkraut über den Schulgarten gewachsen ist, wurde er von einem starken Team von 14 Schüler*innen zu neuem Leben erweckt.

Zu Beginn des Schuljahres waren weder Beete noch Wege zu erkennen und viel Arbeit lag vor dem Team. Das Unkraut wurde komplett gerodet, Hochbeete und Wege freigelegt, Spaliere und Sträucher versetzt. Danach wurde der ganze Garten umgegraben und ein Teil mit Laub bedeckt. Das Laub soll den Boden schützen und gleichzeitig zur Düngung dienen. Zur besseren Strukturierung wurden die Beete mit alten Backsteinen, alten Dachziegeln, Feldsteinen, alten Tontöpfen, Stämmen und alten Pfählen abgegrenzt. Dabei kamen im Sinne der Nachhaltigkeit nur recycelte Materialien zum Einsatz.

Im Oktober pflanzten wir außerdem schon Erdbeeren, Knoblauch, Charlotten und Wintersteckzwiebeln für die nächste Saison ein. Auch wurde durch Colakraut, Salbei, Pfefferminze, Pimpinelle, Meerrettich, Melisse, Topinambur und Bergbohnenkraut ein erster Grundstein für die Kräuterbeete gelegt. Die Beerensträucher wurden innerhalb des Gartens versetzt und zwei Minikiwis kamen zur Beerenvielfalt hinzu.

Da die Regentonne im Schulgarten nicht gerade optisch ansprechend daherkam, wurde sie mit Haselnussstecken verkleidet und ihr Dach bekam einen Steingarten mit Mauerpfeffer, Hauswurz und Fettblatt. Dieser kleine Dachgarten ist nicht nur schön anzusehen, sondern ist als Magerstandort auch eine Insektenweide im Frühjahr und Sommer.

Aber auch die künstlerische Kreativität kam nicht zu kurz. Mit Mosaiksteinen wurden Trittsteine belegt, die jetzt den Eingang des Schulgartens zieren.

Um auch schon einen kleinen Vorgeschmack auf die nächste Ernte zu bekommen, wurde zusammen süßes Kürbiskompott gekocht, das den Schulgärtnern jetzt als kleine Weihnachtsgeschenke für ihre Liebsten dient und ursprünglich am Weihnachtskulturabend verkauft werden sollte.

Die Planungen für das neue Gartenjahr laufen bereits bei der Beet-Planung auf Hochtouren und wir freuen uns schon alle auf das leckere Gemüse und Obst, das wir anbauen und ernten wollen.

Johanna Brandl